Was ist NLP – Neuro-Linguistisches Programmieren?


Mit der subjektiven Wahrnehmung von Menschen beschäftigt sich das Neurolinguistische Programmieren.

In einer bestimmten Art und Weise unterscheidet sich jeder Mensch, wie er bestimmte Alltagssituationen, seine Beziehungen, seine beruflichen Tätigkeiten, andere Menschen sowie sich selbst erlebt. So kann ein und dieselbe Situation, je nachdem wie wir uns fühlen, wie wir denken und diese Gedanken und Gefühle bewerten, wie wir unsere Umwelt und uns selbst wahrnehmen, als belastend und schwierig oder eben auch als wohltuend und sehr angenehm empfunden und erlebt werden. Seine einzigartige und eigene Realität erschafft somit jeder einzelne Mensch in diesem Sinne.

Wie wir unsere Erfahrungen selbst hervorbringen, sowie welche Faktoren unser Erleben steuern, genau damit beschäftigt sich die Neuro-Linguistische Programmierung, kurz NLP genannt. Mit anderen Worten gesagt: Dem Studium der menschlichen Subjektivität widmet sich das NLP.

Von Kommunikation und Sprache handelt NLP

Ganz gleich, womit wir privat oder beruflich unsere Zeit verbringen,  zu einem großen Teil besteht unser Alltag aus Kommunikation. Zu unseren Kommunikationsformen gehören neben der Sprache auch Gestik, Mimik, Tonfall und sogar das Schweigen. Dies bedeutet, wir kommen nicht um die Kommunikation herum. Wir können sozusagen nicht nicht kommunizieren. So senden wir an unsere Mitmenschen permanent Botschaften, egal wie wir uns verhalten, was auch immer wir tun oder was wir sagen.

Wie unser Handeln und unser Denken von unserer Kommunikation und unserer Sprache beeinflusst wird, dieser Frage geht das Neurolinguistische Programmieren nach. Wie werden wir durch unsere verschiedenen Kommunikationsmuster durch andere wahrgenommen und was sagen diese über uns selbst aus? Beizutragen damit die Kommunikation gelingt sowie besser zu verstehen wie Kommunikationsprozesse stattfinden, dabei hilft uns NLP.

Zugänge zu außergewöhnlichen Leistungen und Fähigkeiten eröffnet die Neurolinguistische Programmierung.

Eine Vorannahme des NLP lautet: „Alles ist erlernbar, was ein Mensch kann“.
Im NLP wird häufig von „Modellieren“ gesprochen: Dies beschreibt die Aneignung bzw. Vermittlung von Strategien, wie Menschen ihre Leistungen durch besondere Fähigkeiten oder Begabungen erreichen. Der Schlüssel zur Kompetenz ist die Fähigkeit zum Modellieren und lässt sich in unterschiedlichsten Bereichen wie Gesundheit, Pädagogik, Sport, kreativen Prozessen, Psychotherapie oder in der Wirtschaft zum effizienteren Lernen  anwenden.

Wer profitiert von NLP?

Die Anwendungsmöglichkeiten vom Neurolinguistischem Programmieren sind grenzenlos somit kann jeder von NLP profitieren. Um Horizonte zu erweitern und Ziele zu erreichen zeigt das Neurolinguistische Programmieren neue Wege auf um sich persönlich oder beruflich weiterzuentwickeln und eigene Potenziale auszuschöpfen sowie wirkungsvoll zu kommunizieren.

Wege zu einem erfolgreichen und glücklichem Leben

Um sich neue Verhaltensmöglichleiten anzueignen und um Einschränkungen in ihrem Leben zu überwinden nutzen viele Menschen NLP. Von blockierenden Überzeugungen, Ängsten und unliebsamen Gewohnheiten befreit NLP. Für viele Anwender führt es zu einem erfüllten und glücklichen Leben sowie zu mehr Erfolg im Beruf.

In folgenden Bereichen hat sich NLP bewährt:

  • in den bildenden und darstellenden Künsten sowie bei der Entwicklung von Kreativität im Schreiben
  • in Gerichtswesen und Mediation
  • im Gesundheitswesen
  • in den Bereichen Beratung und Psychotherapie
  • im Coaching
  • in der Wirtschaft, (z. B. im Personalwesen, im Management, im Verkauf, in der Beratung,  in der Personalentwicklung,  bei Unternehmens-Fusionen, Trainings und im Rahmen von Business Coaching)
  • für die umfassende Persönlichkeitsentwicklung
  • im schulischen Unterricht und in der Pädagogik

Die Vorannahmen des NLP

Die grundlegenden Einstellungen des NLP werden durch die Vorannahmen beschrieben. Man übernahm diese zum größten Teil von Menschen die auf ihrem Gebiet außergewöhnliche Ergebnisse erzielten.  Für unsere persönliche Weiterentwicklung ist NLP eine sehr nützliche Einstellung  und nicht nur eine Sammlung wirksamer Werkzeuge.

  • Wir erleben die Welt auf unterschiedliche Art und Weise. Daher ist jeder Mensch anders, einzigartig und hat seine eigene Art zu sein.
  • Ein einheitliches System bilden Umwelt, Geist und Körper. Unser physisches und psychisches Wohlbefinden wird durch unsere geistige Einstellung verändert. Ebenso wird unser Denken durch das was wir tun beeinflusst.
  • Jedes Verhalten ist Kommunikation. Auch Schweigen. Die Wirkung einer Botschaft wird durch nonverbales Verhalten beeinflusst.
  • Aus der hervorgerufenen Reaktion ergibt sich die Bedeutung von Kommunikation – nicht immer aus der Absicht des Senders.
  • Nicht an der Welt selbst, sondern an Vorstellungen, ihrer „geistigen Landkarte“ orientieren sich Menschen bei ihrem Handeln. Nicht punktgenau ein konkretes Gebiet spiegelt  eine Landkarte, d. h. ein „Modell der Welt“, wieder, sondern vielmehr dessen Struktur. Darin liegt ihre Brauchbarkeit begründet.
  • Wahlmöglichkeiten sind besser als keine Wahlmöglichkeiten.
  • Menschen treffen stets die beste Wahl aus dem, was ihnen an Optionen zur Verfügung steht. Daher sind sie nicht verrückt, gebrochen oder neurotisch. Sie funktionieren einfach in ihrem „Modell der Welt“.
  • Wenn es im Kontext der „geistigen Landkarte“ der betreffenden Person gesehen wird  ergibt jedes menschliche Verhalten einen Sinn. In der Regel besteht die Schwierigkeit nicht darin, dass Menschen die falsche Wahl treffen, sondern dass ihnen die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nicht ausreichen.
  • Eine positive Absicht steckt hinter jedem Verhalten.
  • In irgendeinem Kontext ist jedes Verhalten nützlich.
  • Die für eine Veränderung benötigten Ressourcen besitzt bereits jeder Mensch.
  • Es gibt kein Versagen, es gibt nur Feedback.
  • Wenn das, was du tust, nicht funktioniert, tue etwas anderes.
  • Das flexibelste System-Element kontrolliert das System (vgl. kybernetisches „Gesetz der erforderlichen Vielfalt“). Der Schlüssel zum Erfolg ist die Flexibilität.

Alles, was ein Mensch kann, ist erlernbar. Wenn die Aufgabe in hinreichend kleine Schritte unterteilt wird, ist alles erreichbar.

Geschichte des NLP

Auf John Grinder (*1939) und Richard Bandler (*1950) geht die Entwicklung der Neurolinguistischen Programmierung, kurz NLP genannt, zurück. Der Ausgangspunkt ihrer Forschungen war die Frage: Was unterscheidet denjenigen der „nur“ kompetent ist, von demjenigen, der im gleichen Bereich überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt?

Das Modellieren herausragender Persönlichkeiten

Sie wählten drei Vorbilder (Modelle) aus, die als ausgezeichnete Psychotherapeuten anerkannt waren, um diese Frage zu beantworten:

  • Fritz Perls, Begründer der Gestalttherapie
  • Milton H. Erickson, Psychiater, er prägte maßgeblich die moderne Hypnotherapie
  • Virginia Satir, Begründerin der Familientherapie

Das sogenannte Meta-Modell der Sprache entwickelten Bandler und Grinder später aus den Erkenntnissen, dass sie aus den Untersuchungen aus den mentalen Prozessen, dem non-verbalen Verhalten und der Sprache ihrer Modelle gewonnen.

Verknüpfung verschiedener Denkansätze und Disziplinen

Zahlreiche Disziplinen und Denkansätze verknüpften Bandler und Grinder im Verlauf ihrer Forschungen. Eine prägende Rolle bei der Entwicklung des NLP spielten neben der Psychologie und Psychotherapie auch die Erkenntnisse der Neurowissenschaften und der Linguistik sowie der Informatik und der Mathematik. die Arbeiten von William Ross Ashby, Alfred Korzybski, Gregory Bateson, Hans Vaihinger, Edward T. Hall, Michael Gazzaniga und Noam Chomsky zählten zu den wichtigsten Einflüssen.

Weiterentwicklung des NLP

Die Substanzielle Weiterentwicklungen der Grundlagen des NLP stammen von Robert Dilts, Leslie Cameron-Bandler, David Gordon, Judith DeLozier, Charles Faulkner sowie Connirae und Steve Andreas (alle USA). Darüber hinaus gibt es weltweit eine Vielzahl weiterer NLP-Forscher, die wichtige Beiträge zu den Anwendungsmöglichkeiten von NLP sowie die Erweiterung des Gebiets um die Neurolinguistische Programmierung beigetragen haben.